2010

„Versammelt – im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes“

Seminar zum Gestalten und Leiten von Gottesdiensten an Werktagen

45 ehrenamtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus den katholischen Gemeinden des Dekanates Hochsauerland-Ost nahmen sich an zwei Abenden und einem weiteren ganzen Tag Zeit, um zu lernen, wie man verschiedene Gottesdienstformen mit Kreativität, Spaß und Tiefe planen und durchführen kann. Referentin war die Diplomtheologin Lydia Graf aus Iserlohn.

Immer häufiger bekommen ehrenamtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den Kirchengemeinden Gelegenheit, eigenständig, also ohne Priester, verschiedene Gottesdienstformen zu planen und durchzuführen. Dies ist einerseits gut, weil sich Christen immer schon zum gemeinsamen Gebet versammelt haben. Andererseits verunsichert es, weil für diese neue Aufgabe manchmal das nötige Handwerkszeug fehlt. Daher bot das Katholische Bildungswerk in Kooperation mit dem Dekanat Hochsauerland-Ost dieses Seminar an, in dem es neben dem notwendigen Fachwissen auch darum ging, die je eigene Persönlichkeit und Kreativität in die verschiedenen liturgischen Feiern mit einfließen zu lassen .

Was sind eigentlich genau Kyrie-Rufe? Wie formuliert man richtig Fürbitten? Welchen Sinn haben die verschiedenen Gebetshaltungen? Dies waren nur einige Fragen, die an den drei Tagen geklärt wurden. Neben fachspezifischen Inhalten wurden aber auch Themen wie Öffentlichkeitsarbeit oder die Clustering-Methode vorgestellt, mit der man leicht Themen für Gottesdienste findet und kreativ umsetzt. In Kleingruppen planten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer einen konkreten Gottesdienst für ihre Gemeinde.

„Diesmal hat es richtig Freude gemacht, die Gottesdienste vorzubereiten!“ war einhellige Rückmeldung an die Verantwortlichen.
„Besonders auch, weil man nun besser versteht, welcher Sinn sich hinter den verschiedenen Gottesdienstelementen verbirgt und wie man aus vielen Einzelteilen eine runde Sache machen kann.“ Auch viele Unsicherheiten hinsichtlich eines liturgisch korrekten Aufbaus eines Gottesdienstes konnten aus dem Weg  geräumt werden.

Ein besonderer Dank gilt  der Referentin Lydia Graf, die es durch die Kombination von Fachkompetenz, Lebensfreude und Engagement geschafft hat, die Teilnehmerinnen und Teilnehmer zu befähigen, den Gottesdiensten noch mehr Tiefe zu verleihen, welche dann mit Sicherheit auch für die künftigen Gottesdienstteilnehmerinnen und -nehmer bereichernd sein wird.

Fotos: Frank Manegold