2010

Weihbischof König traf sich mit Pfarrsekretärinnen und Küstern

Im Rahmen seiner Firm- und Visitationsreise traf sich Weihbischof Matthias König am 20. April mit den Pfarrsekretärinnen und –sekretären sowie mit den Küsterinnen und Küstern aus dem Alt-Dekanat Brilon-Marsberg. „Sie haben das Ohr an der Gemeinde,“ so König zu den Sekretärinnen. Somit sind die Einschätzungen dieser Berufsgruppe wertvolle Ergänzungen für das Gesamtbild, das sich der Weihbischof während seiner Rundreise von der Situation unserer Kirchen vor Ort macht.

Eine zentrale Sorge der Sekretärinnen ist die anstehende Zentralisierung in den pastoralen Räumen. Derzeit gibt es in vielen Dörfern noch Bürozeiten, die von dieser Berufsgruppe abgedeckt werden. Als menschen- und ortsnahe Kontaktstellen werden diese Büros künftig weniger werden und in der Regel an einem Ort innerhalb des Pastoralverbundes zusammengezogen. Als eine mögliche Lösung schlug der Weihbischof vor, einen Teil dieser Arbeit eventuell durch Ehrenamtliche abzudecken.

Abschließend dankte Weihbischof König den Anwesenden für ihr Engagement, das meist weit über das offizielle Stundenkontingent hinaus geht und lud zur anschließenden gemeinsamen Messfeier ein.

Ein zentrales Thema des darauf folgenden Küstertreffens betraf die Öffnung der Kirchenräume außerhalb der Gottesdienstzeiten. Auf Grund von Vandalismus müssen viele Kirchen geschlossen bleiben oder sind nur bis zu einem Gitter im hinteren Teil der Kirche zugänglich. Man war sich darüber einig, dass die Kirchen möglichst ganztägig für Besucher geöffnet sein sollten. Frau Rasche aus Meerhof und Frau Zarschitzky aus Gudenhagen erwähnten in diesem Zusammenhang, dass die Umgestaltungen der örtlichen Kirchen zu Jugendkirchen für viele Besucher auch außerhalb der Gottesdienstzeiten sorgen. König berichtete, dass sich in einigen Gemeinden Gruppen von Rentnern bereit erklärt haben, während der Öffnungszeiten in den Kirchen anwesend zu sein, so dass die Gefahr des Vandalismus damit gebannt ist und Interessierte die Möglichkeit zur Besichtigung oder zum stillen Gebet haben.

„Sie geben ihrer Kirche eine Seele.“ Mit diesen Worten bedankte sich der Weihbischof bei den Küsterinnen und Küstern, von denen er noch viele in den kommenden Tagen und Wochen in ihren jeweiligen Kirchen auf seiner Firmreise begegnen wird.