2010

Den richtigen Weg finden

Weihbischof Matthias Knig firmt 29 Jugendliche in Thlen / 270 Termine insgesamt

Schwester Emanuela (Pforte), Weihbischof Matthias Knig, Schwester Agathe (Leiterin), Dechant Michael Kleineidam (v.l.) beim Besuch der Schwestern der christlichen Liebe in Thlen.  Thülen/Altkreis.
„Ihr steht vor der Baustelle eures Lebens. Die Frage, die sich jetzt stellt, lautet: "Habt ihr einen Plan, um euer Leben richtig aufzubauen?" Mit diesen Worten leitete Weihbischof Matthias König gestern die Predigt während des Firmungsauftakts in der Dionysiuskirche Thülen ein.
Bis zum 21. Juni wird der Weihbischof in den 57 Kirchengemeinden des Dekanates Hochsauerland-Ost etwa 1100 Jugendlichen das Sakrament der Firmung spenden.

Visitation
Da in diesem Jahr an die Firmreise die Visitation gekoppelt ist, wird der Weihbischof über die Firmungen hinaus auch mit allen hauptamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sowie allen Gremien wie beispielsweise den Pfarrgemeinderäten und Kirchenvorständen Gespräche führen. Darüber hinaus besucht er verschiedene kirchliche, aber auch einige nichtkirchliche Einrichtungen wie Kindergärten, Schulen, Krankenhäuser, den Caritasverband, Bürgermeister und Wirtschaftbetriebe. 
Es wird Treffen mit den Kirchenmusikern, mit den Küstern und den Pfarrsekretärinnen geben. Alles in allem werden es etwa 270 Termine sein, die der Weihbischof in den kommenden elf Wochen bewältigen wird.

Weihbischof Matthias Knig aus Paderborn sprach gestern Nachmittag in Thlen das Sakrament der Firmung aus. In den nchsten Wochen wird er das komplette Dekanat bereisen. Foto: Tim Cordes 29 Jugendliche machten den Anfang. "Ich freue mich, heute hier in Thülen zu sein. Ich habe ja bereits zum dritten Mal die Ehre, hier das Sakrament der Firmung zu spenden", sprach der Bischof in seiner
kurzen Eröffnungsrede. In seiner lebendigen Predigt ermutigte der Bischof die Jugendlichen, der Kirche weiter treu zu bleiben. "Ihr müsst mithelfen, dass dieses Haus ein lebendiges Haus bleibt", appelliert der Bischof. Auch das brisante Thema Missbrauch sprach der Bischof an. Durch die Geschehnisse der letzten Wochen soll sich jedoch niemand auf den falschen Weg leiten lassen. "Wir erschrecken über die Missbrauchsfälle, die in den letzten Wochen ans Tageslicht kamen. Diese Fälle führen dazu, dass Jugendliche sich fragen, ob es überhaupt noch lohnt, sich für diesen Verein zu engagieren. Traut dem Geist Gottes, und seid gespannt, was er in euch bewegt", sprach der Bischof. Während seiner Predigt zeigte er sich volksnah, und ging durch die Reihen der voll besetzten Kirche.

Spannender Moment
Nach dem Evangelium folgte der spannende Moment für die Jugendlichen. Sichtlich nervös schritten sie gemeinsam mit ihren Paten zum Altar, um das Sakrament zu empfangen. Der Bischof nahm sich für
jeden Einzelnen Zeit und gab den Firmlingen noch einige Worte mit auf den Weg. Aufmerksam lauschten die Jugendlichen den Worten, bevor der große Augenblick wieder vorbei war. In den nächsten Tagen setzt der Bischof seine Reise im Dekanat fort.

Quelle: Westfalenpost vom 14. April 2010

Die Termine der noch folgenden Firmfeiern in den Kirchengemeinden des Dekanates Hochsauerland-Ost können Sie hier herunterladen.