Startseite

Suche Frieden und jage ihm nach!

Die Messdiener des Pastoralverbundes Medebach-Hallenberg pilgern nach Rom

Erffnungsgottesdienst Rom 2018© pdp -Pressedienst Paderborn » Lass vom Bösen und tue Gutes. Suche Frieden und jage ihm nach! «
– Psalm 34, 14. –

Diesem Ruf nach Rom folgten 60.000 Mi­nistranten und Ministrantinnen weltweit. Darunter befanden sich auch einige Jugendliche aus dem Sauerland. Unter der Betreuung von Pastor Matthias Kamphans, Dia­kon Josef Wefringhaus, Othilde Gerlach, Evelyn Göbbler, Christin Padberg und Maximilian Welticke pilgerten fogende Messdiener und Messdienerinnen vom 28. Juli bis zum 04. August in die ewige Stadt:

Jasmin Bergenthal, Manuel Berkenkopf, Sophia Brass, Bastian Briel, Malin Brocke, Maria Dielenhain, Carl-Philipp Eickmann, Tabea Gebehenne, Marlin Guntermann, Philipp Hesse, Carola Hoffmeister, Robin Hogrebe, Samuel Hunlede, Silas Imöhl, Luis Kappen, Nils Kappen, Jana Kemper, Luisa Knecht, Sabine Krevet, Clara Ludwig, Carolin Matz, Jannis Mause, Benedikt Mause, Lorenz Paffe, Helene Paffe, Svenja Peters, Celina Rehne, Lina Sauerwald, Ronja Sauerwald, Nora Sauerwald, Rene Schlechter, Markus Steden und Michelle Wienand.

Begleitet wurden die Sauerländer von einer Gruppe Ministrantinnen und Ministranten aus Castrop im Ruhrgebiet, mit denen man schnell viele Freundschaften schloss:

Katharina Emmerich, Hannah Emmerich, Lukas Emmerich, Lea Marie Hanning, Kaspar Luig, Lea Pauline Luig, Frederic Radzio, Jonathan Slupina, Nils Vortmeier, Josua, Wefringhaus, Maria Wefringhaus und Ben Wegener.

© Maximilian Welticke Nach fast einem ganzen Tag im Bus kamen die „Minis“ aus dem Sauerland am Sonntagmorgen in Rom an, erholten sich von der langen Reise und feierten mit über 1000 Jugendlichen aus dem Erzbistum Paderborn den Eröffnungsgottesdienst. Weihbischof Berenbrinker erklärte hier, worum es auf der Wallfahrt gehen soll: „Die Jugendlichen sollen erleben, dass Kirche auch jung ist, dass es sehr viele junge Gläubige gibt und dass sie Christus näherkommen und seinen Frieden verbreiten.“

Gleich am Tag darauf begann man damit, die Ruinen und Bauten des antiken Rom zu erkunden. Begleitet von Erklärungen und Geschichten des fachkundigen Pastor Kamphans ging man am Circus Maximus, dem Kolosseum, dem Forum Romanum und so mancher alten Säule vorbei. Mit Staunen bewunderten die Jugendlichen das Alter und die Schönheit der Gemäuer, sowie die enorme Kunstfertigkeit der alten Römer.

 

"Das Kolosseum erzählt von der Macht, das Forum vom Zerfall des Imperiums und die Katakomben von den schwierigen Anfängen des Christentums in Rom. Es war beeindruckend, so viel Geschichte an einem Ort zu sehen."
Carl-Philipp Eickmann, Elkeringhausen

Der Höhepunkt der Wallfahrt war wohl die Papstaudienz am Dienstag. Nachdem der Vatikan und insbesondere der Petersdom erkundet wurde, feierten die 60.000 Messdiener und Messdienerinnen die heilige Messe zusammen mit Papst Franziskus auf dem Petersplatz. Darin beantwortete der Papst viele Fragen der jungen Besucher. Sie seien die „Apostel ihrer Generation und die Zukunft der Kirche“. Besonderen Wert legte er in seinen Worten auf den Frieden, den die Jugendlichen sich in ihren Herzen bewahren, aber auch nach außen weitergeben sollen. Er wünschte sich eine Generation junger Christen, die zum Glauben und zur Kirche stehen, auch wenn das nicht bei jedem als „cool“ gilt. Umso mehr freute er sich zu sehen, dass so viele Pilger seinem Ruf gefolgt sind und der Petersplatz vor jungen Christen überlief.

"Mich hat es sehr beeindruckt, den Papst aus solcher Nähe zu sehen und dass so viele Menschen dort waren, das war sehr erstaunlich."
Markus Steden, Dreislar

Auch der Tag darauf war mit einem strammen Programm gefüllt. Am Vormittag besuchten die Sauerländer die Vatikanischen Museen, bestaunten die majestätischen Fresken Michelangelos und Raffaels und die legendäre Sixtinische Kapelle. Nachdem man sich fast in der endlos wirkenden Sammlung von Kunstwerken aus allen Zeitaltern verloren hätte, reiste man am Nachmittag zur Basilika Sankt Paul vor den Mauern.

"Ich fand die ungeheure Größe des Vatikans beeindruckend. Es ist unglaublich, wie viele Menschen dort Platz finden."
Luisa Knecht, Braunshausen

Schließlich gingen die Jugendlichen am Donnerstag, dem Tag vor der Abreise, durch die Katakomben etwas außerhalb der Stadt, sahen uralte Grabmäler und lernten viel über die Geschichte der ersten Christen in Rom; über ihre Verfolgung, ihre Verstecke, ihre Verbreitung. Am Nachmittag traf man dann Vorbereitungen für die weite Heimreise und verabschiedete sich schon langsam aber sicher von der ewigen Stadt. Nach der Abschiedsmesse in Santa Maria Maggiore, der ältesten Marienbasilika der Welt, fuhren die Messdienerinnen und Messdiener schließlich zurück in das schöne Sauerland. Erschöpft von der langen Reise und den vielen Eindrücken und Erfahrungen, waren alle auch ein bisschen froh, wieder zuhause angekommen zu sein.

Hinter den Jugendlichen liegt nun eine Woche voller Abenteuer, Geschichte, Gebet und Erfahrung. Viele sind sicherlich Christus ein Stück weit nähergekommen. Viele haben entdeckt, dass die Kirche auch voll von jungen Menschen ist. Viele haben erfahren, dass der Glaube eine lebendige Gemeinschaft sein kann und dass man als Christ niemals alleine ist. Und wer auf dieser Wallfahrt „den Frieden gesucht“ hat, der hat ihn auch sicherlich irgendwo gefunden und wird sich noch oft und gerne an diese besondere Woche erinnern.

 

"Am besten hat mir gefallen, dass wir in so kurzer Zeit so viel gesehen haben. Außerdem fand ich es sehr beeindruckend, wie viele Jugendliche aus Deutschland auch in Rom waren."
Sophia Brass, Oberschledorn

Besonders danken möchten wir an dieser Stelle dem Pastoralverbund Medebach-Hallenberg, namentlich Pastor Matthias Kamphans für die Planung, Organisation und Leitung der Reise, wie auch dem Dekanat Hochsauerland-Ost, der sich unter Leitung von Bernhard Schrader großzügig als Träger der Fahrt zur Verfügung gestellt hat, aber auch allen Betreuern und Jugendlichen, die in so großer Zahl an der Fahrt teilgenommen haben.

"Nehmt den Frieden mit euch, um ihn den anderen zu geben, ihn mit eurem Leben, mit dem Lächeln, mit den Werken der Nächstenliebe weiterzugeben."
Papst Franziskus

Artikel: Maximilian Welticke
Fotos: Maximilian Welticke, Dirk Lankowski