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Aus dem Gebet heraus offene Kirche bauen - Ökumenisches Wort zum Reformationsgedenken im Sauerland

Arnsberg/Meschede/Schmallenberg/Bestwig/Medebach
Zusammen mit den D (c) Peter Weidemann - pfarrbriefservice.deechanten der drei Dekanate im Hochsauerland, mit dem Abt des Klosters Königsmünster und der Provinzialoberin des Bergklosters Bestwig hat Superintendent Alfred Hammer vom Evangelischen Kirchenkreis Arnsberg ein gemeines Wort zum Reformationstag 2017 veröffentlicht.

In Anlehnung an den Apostel Paulus zieht sich die Kirche, die ihre Schätze in zerbrechlichen Gefäßen aufhebt, als Roter Faden durch das Papier: Luther habe den Blick auf die Schätze in der heiligen Schrift gelenkt und zur Umkehr aufgefordert. „In den Jahrzehnten vor der Reformation war die Zerbrechlichkeit der Kirchen so überdeutlich geworden, dass der Blick auf den in ihr liegenden Schatz versperrt schien“, betonen die kirchlichen Leitungspersonen und würdigen Luther als den, „der das ändern wollte, um die Gegenwart Gottes in der Kirche wieder sichtbar und wirksam werden zu lassen.“ Menschliche Unzulänglichkeiten führten aber zu einem Machtkampf und zur Herausbildung zweier Kirchen.

Erst im letzten Jahrhundert sei unter dem Leitbegriff „Ökumene“ über den Bruch getrauert und nach dem Gemeinsamen gesucht worden. Dieses sei „immer viel größer als das Trennende“ gewesen. Das hätten Geistliche und Mitarbeitende beider Konfessionen auf einem Exerzitientag gespürt, auf dem sie sich gemeinsamen zur Schatzsuche nach der überschwänglichen Kraft Gottes getroffen hatten. „Diese Kraft neu erlebbar zu machen“, “den gemeinsamen Inhalt der christlichen Botschaft wieder neu zur Sprache zu bringen“ und gemeinsam Kirche „als ein Gefäß mit weit offenen Zugängen“ zu bauen – diese Impulse gehen nach Ansicht des Autorenkreises vom Reformationsjubiläum aus.

Gemeinsames Wort der Evangelischen und Katholischen Kirche im Sauerland zum Reformationsgedenken 2017.pdf 

KKB