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Projekt Bistumsentwicklung im Dekanat Hochsauerland-Ost

Anfang März trafen sich die pastoralen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Dekanat Hochsauerland-Ost um sich mit Monsignore Dr. Michael Bredeck, Leiter des Projektes Bistumsentwicklung, und Markus Freckmann, Projektreferent, über den aktuellen Entwicklungsstand des Zukunftsbildes in den Pastoralen Räumen des Dekanates auszutauschen.

In seinem Eingangsstatement machte Monsignore Bredeck deutlich, dass sich das Erzbistum Paderborn als lernende Organisation versteht und verwies auf die Schwierigkeit, dass Kirche verstanden als Heilsakrament immer wieder kollidiert mit der Notwendigkeit, die Institution Kirche auch zu organisieren.

In den anschließenden Berichten aus den Pastoralverbünden und Pastoralen Räumen brachte Pfarrer Norbert Lipinski die Situation auf den Punkt, indem er die Umsetzung des Zukunftsbildes mit einer Hausrenovierung verglich: „Die Hauptschwierigkeit besteht darin, dass wir unser Haus umbauen und gleichzeitig darin wohnen müssen.“, so Lipinski. Dennoch gibt es viele Engagierte, die in den Gemeinden und Pastoralverbünden an diesem Umbau mitarbeiten.

Eine große Herausforderung, die sich durch das gesamte Feld der pastoralen Arbeit zieht, ist das laufende „Alltagsgeschäft“, das wenig Luft für Neues lässt. Diese klassischen Aufgaben können nicht einfach so aufgegeben werden, denn sie werden im Sauerland immer noch stark von den Gläubigen eingefordert. Es gilt daher genau hinzusehen, wo Neues wachsen will und Unterstützung braucht und andererseits bewährte und stabile Angebote selbständig laufen und deshalb weniger oder keiner Unterstützung bedürfen. So wurden ganz konkrete Beispiele für neue Aufbrüche im Bereich der Tourismuspastoral, der Kinderkirche oder auch Gottesdienste an außergewöhnlichen Orten aufgezeigt. Auch Erkenntnisse aus Projekten der Lokalen Kirchenentwicklung finden allmählich Zugang in unsere pastorale Praxis.

Am Ende der Tagung konnten Monsignore Bredeck und Herr Freckmann ehrliche und offene Einschätzungen zum Zukunftsbild aus dem Dekanat mitnehmen. Die Mitglieder der Dekanatspastoralkonferenz trafen mit ihren Einschätzungen, Anliegen und Sorgen bei den beiden Gästen auf offene Ohren und haben die Gewissheit, dass diese bei der Planung des Diözesanen Forums im September ausreichend Berücksichtigung finden werden. So wurde an diesem Tag erlebbar, was es heißt, innerhalb einer lernenden Organisation zu arbeiten.